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Gesellschaft zur Förderung schnellwachsender Baumarten in Norddeutschland e.V.

Zweihiebige Erstaufforstungssysteme

Dr. P. Röhe (Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz Mecklenburg-Vorpommern),
Jörg Schröder (Landesforst Mecklenburg-Vorpommern, Fachgebiet Forstliches Versuchswesen

Bei den Zweihiebigen Erstaufforstungssystemen handelt es sich um neue in Mecklenburg-Vorpommern entwickelte Aufforstungsverfahren, bei denen in Verbindung mit dem Grundan-liegen der Waldmehrung sowohl Energieholz im Kurzumtrieb als auch Nutzholz (bei längerer Produktionszeit) für die vornehmlich stoffliche Verwendung erzeugt wird. Außer waldbauli-chen Vorteilen bieten diese neuen Systeme vor allem die Möglichkeit, bereits sehr früh Er-träge über die Energieholzproduktion zu erzielen und damit Erstaufforstungen für Grundei-gentümer attraktiver zu machen.


Für die Zweihiebigen Erstaufforstungssysteme wurden zwei Varianten konzipiert (Abb. 1).

  • Variante Vorwald
  • Variante Mitanbau

Bei der Variante "Vorwald" wird die Aufforstungsfläche in einem ersten Schritt vollständig mit Kurzumtrieb-Baumarten (meist Pappeln oder Weiden) bepflanzt und der Aufwuchs mehrmals in Form einer Stockausschlagwirtschaft geerntet. Später kann im Schutz eines aus der Kurzumtriebswirtschaft entwickelten Vorwaldes der künftige Hochwald begründet wer-den.

Bei der Variante "Mitanbau" werden auf der Aufforstungsfläche gleichzeitig schnellwach-sende Baumarten für den Kurzumtrieb sowie Baumarten des angestrebten Hochwaldes be-gründet (Foto1). Das zeitliche Nacheinander der zuvor beschriebenen Vorwaldvariante wird somit hier durch ein räumliches Nebeneinander ersetzt, indem die Kurzumtrieb Baumarten streifenweise mit den Baumarten des langfristig angestrebten Hochwaldes gemischt werden.

Abbildung 2 zeigt das Aufforstungsschema einer im Forstamt Schildfeld im Frühjahr 2007 angelegten Versuchsfläche (Hühnerbusch) mit der Variante „Mitanbau“. Die dort verwende-ten Kurzumtriebbaumarten sind im Frühjahr 2014 erstmals geerntet worden (Foto2). Dabei wurden mit Unterstützung der Gesellschaft für schnellwachsende Baumarten in Nord-deutschland die erzielten Biomasseerträge wissenschaftlich ermittelt.

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Abb. 1: Ablaufschema - Zweihiebige Erstaufforstungssysteme in Form der Varianten Vor-wald (links) und Mitanbau (rechts)

 
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Abb. 2: Versuchsfläche der Variante „Mitanbau“ im Forstamt Schildfeld (Hühnerbusch)

 
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Foto 1:Variante „Mitanbau“ mit Spitzahorn (Hochwaldkomponente) und Pappel (Energieholz-komponente)

 
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Foto 2: Erstmalige Ernte der Pappel mit Mähhacker

 
 

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